Klimaschutzgesetz. 
Entsiegelung. 
Renaturierung.
 

Vielen Dank an alle, die am 6.9. auf dem Ballhausplatz

 dabei waren! 

 

Galerie

Eindrücke vom Tag der Veranstaltung

Über uns

Wir sind ein paar besorgte, traurige und wütende Privatmenschen, die irgendwann Mitte Juli den Gedanken nicht mehr aushielten, dass verdorrte Wiesen, Äcker und Bäume, Waldbrände, ausgetrocknete Seen und zum Teil todbringende Hitze unsere Zukunft sein sollen – und die unserer Kinder. Daraus entstand die Idee, eine Kundgebung ohne politische Zuordnung zu veranstalten, die zwei Ziele hat:

Erstens soll der Politik gezeigt werden, dass es viele gibt, denen Klima- und Umweltschutz ein Anliegen sind, dass es keine Randthemen in der Gesellschaft sind. 

Zweitens wollen wir all jenen wieder Mut machen, die nicht mehr so recht daran glauben, dass ein Wandel noch möglich ist. Redebeiträge von Wissenschaftler:innen sollen zeigen, dass es sehr wohl Mittel und Wege gibt, besser mit den klimatischen Veränderungen umzugehen, aber auch, eine Kehrtwende zu erreichen. Die Vorschläge liegen längst auf den Tischen, sie müssen nur endlich umgesetzt werden.

 

Sprecher:innen sind:

 

M. von Parents For Future

 

Johannes Tintner-Olifiers, Priv.-Doz. Dipl.-Ing.Dr.nat.techn., Lektor an der BOKU Wien: 

Landwirtschaft, Lebensmittel und Bodenschutz

 

Herbert Formayer, Assoc. Prof. Priv.Doz. Mag. Dr., Lektor an der BOKU Wien, Leiter: Regionales Klima und Klimafolgen:

Hitzebelastung, globales Klima, Wasserwirtschaft

 

N. von Lobau bleibt!

 

Da wir es für enorm wichtig halten, dass alle Generationen den Ruf nach Veränderung mittragen, würden wir uns sehr freuen, wenn möglichst viele von euch auch Kinder, Enkel, Eltern und die Eltern der Eltern mitnehmen. Außerdem noch Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Nachbarn. Dazu natürlich viele kreative Transparente und Plakate sowie Hilfsmittel, um Lärm zu machen (bitte nicht während der Redebeiträge benützen).

 

Johannes Tintner-Olifiers:
Sommer 2026 – die Klimakrise wird in der Landwirtschaft sichtbar! Was ist jetzt zu tun?


 

Leider ist 2026 keineswegs ein unvorhergesehenes Naturereignis. Die Studienlage ist schon längst eindeutig, hat solche Krisenjahre prognostiziert (BEAT-Studie, 2018; AAR 2, 2025). Die Klimakrise kommt nicht als schleichender Wandel, bei dem es Jahr für Jahr ein klein wenig wärmer wird. Vielmehr werden Extremjahre immer wahrscheinlicher. Was früher extrem war, ist heute normal, die neuen Extremjahre führen zum Kollaps. 

Nun hilft Jammern nicht weiter. Kurzfristig stehen viele Bäuerinnen und Bauern vor akuten Fragen. Wie kann ich meine Rechnungen bezahlen, wenn ich kaum Erträge ernten kann? Wieviel deckt die Versicherung ab? Wieviel Stück Vieh kann ich durch den Winter füttern, welche müssen zum Schlachthof? Es sind dramatische Szenen und der Frust ist groß. Kurzfristig wird es wohl ein Akutmaßnahmenpaket geben müssen. Aber es muss der Zeitpunkt da sein, sich mittel- und langfristig im Lebensmittelsystem neu aufzustellen. Das geht alle etwas an.

Die verarbeitende Industrie, das Gewerbe sind vielfach auf eine heimische Lebensmittelproduktion angewiesen. Auch hier wird es für viele Betriebe eng. Ware aus anderen Ländern wird nicht unbedingt einfach zu bekommen sein. Die Winterweizenproduktion in den USA ist heuer schon früher ausgefallen, die Märkte sind gespannt. Vielleicht bleiben die ganz großen Versorgungskrisen heuer noch aus. Aber die Rute steht im Fenster. Es geht um Versorgungssicherheit. Auch der Lebensmittelhandel kann nur Ware kaufen, die es gibt. Im Ernstfall ist eine heimische Agrarproduktion auch ein Risikoanker für den Handel.

Es braucht also eine nationale Anstrengung, einen nationalen Dialog, wie Lebensmittelversorgung krisenfest gemacht werden kann. Anpassungsmaßnahmen in der Landwirtschaft müssen regionenaufgelöst diskutiert werden. Ein zentraler Punkt ist die Absicherung der Bodenfruchtbarkeit. Humusaufbau, Erosionsschutz und Mischkulturen sind verpflichtend für resiliente Produktion. Natürlich ist auch eine Minimierung des Flächenfraßes auf Kosten landwirtschaftlicher Nutzfläche ein Gebot der Stunde. Die Landwirtschaft wird für die Anpassungsmaßnahmen eine Finanzierung brauchen. Industrie und Handel müssen Hand in Hand mit der Agrarpolitik mittelfristige Finanzierungsperspektiven geben. Preise müssen stabiler gehalten werden. Momentan sind die Preise in guten Jahren im Keller, im schlechten Jahr schießen sie durch die Decke. In Summe steigen alle schlecht aus. Hier braucht es den Schulterschluss aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Denn ja, auch die Konsument:innen müssen erkennen, dass Krisenresilienz etwas kostet. Es ist ja im Grunde eigenartig, dass wir die größte Dürrekrise seit Aufzeichnungsbeginn erleben und die Preise im Supermarkt nichts davon abbilden. Es ist zumutbar, für qualitätsvolle, resiliente Produktion auch faire Preise zu bezahlen. Denn es geht längst nicht mehr darum, in besten Jahren möglichst viel möglichst billig zu produzieren, sondern in Krisenjahren eine halbwegs stabile Grundversorgung zu sichern. Denn das nächste Krisenjahr kommt bestimmt!


 

Wesentliche Änderungen für die Stakeholder im Lebensmittelsystem:


 

Landwirtschaft: Braucht klare Zielbilder, damit jeder Betrieb sich konkret überlegen kann, wie er transformieren kann. Hier sind die Standesvertretungen gefordert, Begleitung zu bieten, die Finanzierungsfrage muss parallel geklärt sein.

Verarbeitung: heimische Produktion ist für viele Verarbeiter ein wichtiges Marketingasset, bietet aber die Möglichkeit in Zukunft krisensicher Rohstoff zu bekommen. Auch hier ist die Finanzierungsfrage parallel zu klären.

Lebensmittelhandel: Der Einkauf im Handel darf nicht nur die niedrigsten Preise suchen, sondern muss auch krisensichere Produktion einkaufen. Die Kommunikation höherer Preise ist vor allem für den Handel schwierig, hier braucht es die Unterstützung von Politik und Zivilgesellschaft.

Politik: die gemeinsame Agrarpolitik kann die notwendigen Transformationskosten alleine nicht mehr stemmen. Zusätzliche Mittel vom Bund sind derzeit schlicht nicht vorhanden. Umso wichtiger ist die begleitende Unterstützung. Wenn Lebensmittelpreise steigen, müssen armutsgefährdete Menschen spezifisch unterstützt werden

Gesellschaft: Wir sind es als Gesellschaft seit Jahrzehnten gewohnt, ganzjährig, billig mit einem unglaublich breiten Angebot an Lebensmitteln versorgt zu werden; egal, welche Krisen kommen. Das ist nicht zu halten und diese Wahrheit ist uns auch zumutbar. Gemeinsam als Zivilgesellschaft müssen wir uns ihr stellen.


Literatur:

Haslmayr H.-P., Baumgarten A., Schwarz M., Huber S., Prokop G., Sedy K., Krammer C., Murer E., Pock H., Rodlauer C., Schaumberger A., Nadeem I., Formayer H. (2018) BEAT – Bodenbedarf für die Ernährungssicherheit in Österreich. AGES Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit: BEAT: Bodenbedarf für die Ernährungssicherung in Österreich - BMLUK DaFNE 

D. Huppmann, M. Keiler, K. Riahi, H. Rieder et al. (2025): Zusammenfassung für die politische Entscheidungsfindung (SPM). In “Second Austrian Assessment Report on Climate Change (AAR2) of the Austrian Panel on Climate Change (APCC)”. doi: doi.org/10.1553/aar2-spm-d


 

 

 

Rede von M., Parents For Future

Auch ich möchte allen danken, die heute Vormittag hierher gekommen sind, damit wir gemeinsam ein Zeichen setzen. 

Ein Zeichen, dass wir uns nicht mit der Opferrolle abfinden. Wir weigern uns, Opfer einer Regierung zu sein, die Klimaschutz und Renaturierung nach Kräften verschleppt, Opfer mächtiger Konzerne, für die ein Weiter-wie-bisher gute Profite bedeutet. 

Wir haben erkannt, dass wir handeln können, dass wir uns nicht mit fehlenden Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen abfinden müssen. Trotz der teils tödlichen Hitze, trotz der massiven Dürre und den daraus resultierenden Ernteschäden wissen wir, dass dieser Sommer nur ein Vorgeschmack auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte ist. Und wir wissen, dass wir – und möglichst viele andere Menschen – handeln müssen, um die Klimafolgen so gering wie möglich zu halten.

Deswegen sind wir hier. 

Aber natürlich sollten noch viel mehr Menschen hier sein. Und deswegen habe ich mich gefragt, was würde ich den Menschen sagen, die nicht hier sind? Was würde ich mir wünschen, dass sie wissen? 

Drei Dinge. 

1) Die Politik handelt nur unter Druck
Viele Menschen glauben, dass die Regierungen handeln werden, sobald die Klimafolgen stark genug sind. Viele von uns, die schon seit Jahren aktiv sind, haben das anfangs auch geglaubt. Und dann sind die Klimafolgen auch bei uns sehr, sehr deutlich geworden, viel früher als selbst die Wissenschaft es erwartet hätte. Was wir daraus gelernt haben? 
Dass zum Beispiel die deutsche Regierung nicht handelte, als eine Flut allein im Ahrtal auf einen Schlag 135 Menschen das Leben kostete, zusätzlich zu über 30 Milliarden Euro Sachschäden. 
Auch unsere Regierung hat nach dem Hochwasser im September 2024 nicht verstärkt in Klimaschutz und vorsorgenden Hochwasserschutz durch Renaturierung investiert - trotz fünf Todesopfern und geschätzten 1,3 Milliarden Schäden. 
Insofern waren viele von uns nicht überrascht, dass dieser extreme Sommer nicht zu intensivierten Klimaschutzbemühungen geführt hat, sondern zu einem komplett zahnlosen, fast schon unverschämten Entwurf für das seit fünf Jahren überfällige Klimaschutzgesetz.
Frustriert, ja; wütend, weil den Entscheidungsträger:innen offenkundig der Schutz unserer Lebensgrundlagen so egal ist - und weil das unsere Kinder noch viel mehr treffen wird als uns selbst - aber überrascht waren wir nicht.
Die Politik handelt nur unter Druck. Wenn seitens der Bevölkerung nicht genügend Druck aufgebaut wird, überwiegt der Druck von Interessensvertretungen wie WKO und Industriellenvereinigung, Baulobby, Autozulieferindustrie, OMV, Flughafen Wien. Um nur einige wichtige Akteure zu nennen, die systematisch und sehr erfolgreich gegen wirksamen Klimaschutz lobbyieren. 
Die Bevölkerung, das sind wir. Von uns hängt es ab, ob es genug Druck in die richtige Richtung gibt. Zwar sollte die Politik auf die Wissenschaft hören, aber wir müssen uns bewusst sein, dass sie das nicht tut. Deswegen spricht Professor Reinhard Steurer von einem Gesellschaftsversagen. Das Politikversagen ist eindeutig. Aber wenn wir, die Bevölkerung, daraufhin nicht handeln, dann versagen wir, dann versagt die Gesellschaft. 

 

Und damit komme ich zum zweiten Punkt:
2) Wenn alle diejenigen, die sagen, man kann ja doch nichts ändern, oder, es ist schon zu spät, stattdessen aktiv werden würden, so wie wir hier, dann hätten wir schon halb gewonnen. 
Es ist sehr menschlich anzunehmen, dass man als Einzelperson nichts tun kann; es ist wahrscheinlich bis zu einem gewissen Grad auch eine willkommene Möglichkeit, die lauernde Bedrohung auszublenden. Weil, wenn ich ohnehin nichts tun kann, warum nicht weitermachen mit meinem gewohnten Leben, der Alltag ist problematisch genug…
Nur ist das zu kurz gedacht. Die Einzelperson mag wenig Möglichkeiten haben, Druck aufzubauen (obwohl wir uns alle erinnern können, dass Greta am Anfang mit ihrem Schild alleine war!); aber jede erfolgreiche Bewegung besteht aus ganz vielen Einzelpersonen, die beschlossen haben, aktiv zu werden. Und selbst in Situationen, wo man dachte, der Zug wäre längst abgefahren, haben Gruppen, die aus lauter Einzelpersonen bestanden, es geschafft, politische Entscheidungen umzukehren. Denken wir an den wachsenden Widerstand gegen Atomkraft, der letztendlich zur Abstimmung über Zwentendorf führte, oder an den erfolgreichen Widerstand gegen das geplante Wasserkraftwerk in der Hainburger Au. 
Auch die Professorin Helga Kromp-Kolb hat unlängst in einem Interview betont, dass wenn genug Menschen es wollen, auf einmal Entwicklungen möglich sind, an die kurz zuvor noch niemand geglaubt hätte. Und nannte als Beispiele Orbans Wahlniederlage im April, aber auch die Wahl von Mamdani zum New Yorker Bürgermeister. 
Change is possible.

3) Der Satz „Klimaschutz können wir uns nicht leisten“ ist an Blödheit kaum zu übertreffen. 
Die bei der ÖVP so beliebte Aussage, dass Klimaschutz nicht auf Kosten von Wirtschaft, Standort und Wettbewerbsfähigkeit gehen darf, verdreht die Realität komplett. Kurzfristig kann fehlender Klimaschutz mächtigen Akteuren ein weiter-wie-bisher und damit höhere Profite ermöglichen. Das sture Beharren auf dem Bau der Lobauautobahn ist ein Paradebeispiel dafür, davon werden wir später noch hören. 
Was wir uns tatsächlich nicht leisten können, ist zuwenig Klimaschutz. 
Ich habe bereits die Milliardenschäden durch die Hochwasser im deutschen Ahrtal 2021 und in Österreich 2024 erwähnt. 
Ein anderes Beispiel: jeder einzelne Hitzetag mit über 30 Grad kostet die deutsche Volkswirtschaft fast eine halbe Milliarde Euro. Bei über 35 Grad steigen die Kosten auf fast eine Milliarde Euro pro Tag!
Dementsprechend veranschlagt die Wissenschaft die Kosten des Nicht-Handelns um ein Vielfaches höher als die Kosten von umfassendem Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen. Auch die Versicherungen spüren den Druck massiv und warnen vor unversicherbaren Risiken. Von Planungssicherheit bis zum Schutz von Lieferketten - die Wirtschaft kann von konsequentem Klimaschutz nur profitieren!

Abschließend möchte ich meine drei Punkte für all jene, die noch nicht aktiv geworden sind und es dringend werden sollten, ganz kurz so zusammenfassen:
- Ob etwas weitergeht, hängt nur von uns ab.
- Jede und jeder Einzelne zählt! 
- Lassen wir uns nicht länger für dumm verkaufen!
Danke.

Rede von N., Lobau bleibt!

Geht’s euch gut?


Ja !!!


Glaubt ihr euch das selbst, dass es
euch gut geht? In Wirklichkeit sind wir
doch alle besorgt, traurig und wütend!

Und es gehört Mut dazu, sich diesen Gefühlen zu stellen und vor sich selbst
anzuerkennen! Und es gehört noch mehr Mut dazu, vor anderen Menschen dazu zu
stehen, dass es uns gerade NICHT gut geht! – Und das ist ein ganz wichtiger Schritt
auf unserem Weg durch diese Zeiten: Dass wir uns ehrlich machen – vor uns selbst
und vor anderen!
Es gehört auch Mut dazu, dass wir uns ehrlich machen bezüglich Daten und Fakten
– wo stehen wir WIRKLICH? – Die Welt verändert sich jetzt schon rasant mit riesigen
Waldbränden, Überschwemmungen, Fels- und Gletscherstürzen und Hitzewellen.
Menschen, Tiere und ganze Ökosysteme werden Opfer, Ernten sind teilweise oder
komplett vernichtet, Grundwasser und Trinkwasser werden zum knappen Gut. Oder
wie es Sebastian Seiffert, ein Professor aus Deutschland, immer wieder betont: Aus
dem Zustand der Atmosphäre, aus den klimatischen Bedingungen, wo wir wussten,
dass Landwirtschaft funktioniert, sind wir schon ein gutes Stück draußen.
Es gehört verdammt viel Mut dazu, sich das genau anzuschauen, wo wir stehen.
Aber wenn wir das nicht tun, gehen wir von falschen Voraussetzungen aus und
können nicht angemessen reagieren. Wir brauchen verdammt viel Mut, um uns
selbst und anderen die Frage zu stellen, die Reinhard Steurer, Professor an der
BOKU, immer wieder stellt: Wie wollen wir mit Verlust umgehen?
Denn Verlust wird es geben, und gibt es schon. Es geht nicht mehr um den
sogenannten Wohlstand, es geht um unsere Lebensgrundlagen, um Nahrungsmittel
und Trinkwasser.
Und dabei werden uns keine Rechenzentren helfen, Daten sind nicht wahnsinnig
nahrhaft. Und auch wenn die Energiewende gut und wichtig ist – Strom ist ebenfalls
nicht sehr sättigend.
Spätestens nach diesem Sommer sollte klar sein, dass wir jeden Quadratmillimeter
an Biodiversität und fruchtbarem Boden brauchen – und diese Flächen nicht weiter
verkleinern dürfen, sondern im Gegenteil im großen Stil wieder vergrößern müssen!
Entsiegelung und Renaturierung muss es heißen – wie nun teilweise auch angedacht
ist für die Südost-Tangente, wenn der Großteil des Verkehrs dann durch den
Lobautunnel fährt… Leute, was für ein Bullshit!!! Wer von den Verantwortlichen
glaubt das tatsächlich selbst??!! – Falls das nicht so allgemein bekannt ist: Wien ist
die Hauptstadt Österreichs und mit ihren rund 2 Millionen Einwohner:innen mit
Abstand die größte Stadt Österreichs… Und es bräuchte nicht einmal Studien dazu,
um zu begreifen, dass der Großteil des Verkehrs von der Südost-Tangente nach
Wien hinein bzw. aus Wien heraus will, und für die meisten Fahrzeuge eine Lobau-
Autobahn in ihrer Funktion als Umfahrung absolut keinen Sinn macht!
Und eben weil dieses ganze Lobau-Autobahn-Projekt als ein prominentes Negativ-
Beispiel so sehr aus der Zeit gefallen ist und weiter an unseren Lebensgrundlagen
nagt, setzen wir uns weiter dafür ein, dass die
Lobau? – Bleibt!
Lobau? – Bleibt!
Lobau? Lobau? Lobau? – Bleibt! Bleibt! Bleibt!
Es braucht auch Mut von der Politik, sich einzugestehen, dass ein Projekt nicht mehr
zeitgemäß ist. Es braucht auch den Mut von der Politik und von der Wirtschaft, ganz
genau hinzuschauen, wie der aktuelle planetare Zustand ist. Denn wenn genau
hingeschaut wird, kann es nicht sein, dass ein zahnloses Klimaschutzgesetz dabei
herauskommt. Mit diesem Klimaschutzgesetz lügt sich die Politik selbst in die Tasche
und wiegt die Gesellschaft in falscher Sicherheit.
Wir haben keine Zeit mehr für jahrelange Verhandlungen, die Taten müssen JETZT
gesetzt werden!
Und dazu rufe ich nicht nur die Politiker:innen auf – sondern uns alle! Denn Politik,
das sind wir alle!
Haben wir alle also den Mut, genau darauf zu schauen, wo wir WIRKLICH stehen –
und dann angemessene Antworten darauf zu finden!
So: Act! – Now!
Act! – Now!
Act! Act! Act! – Now! Now! Now!
Und als ersten Akt zum Einüben für mutiges Handeln habt ihr jetzt und hier die
Möglichkeit: Es gibt ab sofort das Open Mic – kommt also nach vorne und erzählt
durchs Mikrofon, wie es euch geht, was euch bewegt! Auch wenn es nur ein paar
Worte sind – alles zählt!

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